Valletta – kleine Hauptstadt, große Schönheit 1


Als wir in den Hafen der maltesischen Hauptstadt einliefen, hatte sie unser Herz schon erobert, noch bevor wir auch nur einen Fuß an Land gesetzt hatten.

Schon vom Hafen aus leuchtete uns Valletta entgegen, als wollte uns die Stadt ein besonders herzliches Willkommen bereiten. Selten hat mich ein Ort so schnell für sich eingenommen, bevor ich ihn überhaupt wirklich gesehen habe.

Valletta Hafen

Das Leuchten der Sandsteinbauten machte Lust auf mehr, so gingen wir an diesem Tag sehr zeitig an Land. Schräg gegenüber des Anlegers befand ein Aufzug, der uns mit ziemlichem Tempo in die Oberstadt brachte.

Aufzug zur Oberstadt

Dieses kurze Video zeigt die Auffahrt – ich denke, das Tempo der Fahrt ist daraus recht gut ersichtlich, trotz der vergitterten Aussicht.

Als wir aus dem Aufzug traten, fanden wir uns unerwartet in einem oberhalb der Festungsmauern wunderhübsch angelegten Park wieder – in den „Upper Barrakka-Gardens“.

Park Oberstadt

Wir durchquerten diese kleine Oase und gelangten nach nur wenigen Schritten zum Regierungspalast.

Regierungspalast

Er markierte für uns den Eingang zur Innenstadt von Valletta, und ich muss sagen, dass wir selten bei einem unserer Stadtrundgänge so langsam vorwärts kamen wie hier. Wunderschöne Kirchen wechselten sich ab mit üppig verzierten Häuserfronten, an fast jedem Haus prangten die für diese Region typischen kleinen Balkone.

Kirche

Balkone

Streetview

Das bunte Treiben um uns herum wirkte geschäftig, aber keinesfalls hektisch, im Gegenteil.

Food Delivery Business

Auf der Suche nach einem geeigneten Mittagessen stießen wir in einer kleinen Seitengasse auf dieses Schild:

Angelica

Dazu kann ich nur sagen – diese Aussage ist sicherlich richtig! Natürlich probierte ich den Hasen (obwohl ich Hase und Kaninchen sonst eigentlich nicht gern esse), und er war ganz hervorragend. Auch die anderen Menüs auf der kleinen, aber feinen Speisekarte waren sehr einladend, soweit möglich, werden regionale Bio-Produkte verwendet. Die Inhaberin servierte schnell, gut gelaunt und nett plaudernd. Diese kleine Location kann ich wirklich rundum empfehlen.

Frisch gestärkt spazierten wir weiter und standen nach kurzer Zeit vor der St. Johns Konkathedrale. Diese wirkt von außen eher durchschnittlich bis unspektakulär.

St. Johns Valletta

Als wir das Innere betraten, verschlug es uns dann allerdings den Atem. Ich habe bereits wirklich viele Kirchen von innen gesehen, aber der Anblick, der sich uns hier bot, toppte alles bisher dagewesene um Längen.

St Johns Altar

St Johns Mittelschiff

Allein die Deckenfresken und marmornen Boden-Intarsien des 53 Meter langen Hauptschiffs machten uns schon sprachlos, aber diese Kirche ist riesig, hat an Stelle von Seitenschiffen 12 Kapellen, die dem Mittelschiff an Prunk und Pracht kaum nachstehen. Wer mehr über diese prachtvolle Kathedrale in Valletta erfahren möchte, findet es hier auf der offiziellen Webseite (englisch).

                 St Johns Kapelle                  St Johns Statue

Als wir wieder hinaus ins Sonnenlicht traten, waren wir noch immer geblendet von all dem Gold, den Fresken und der schieren Wucht der Eindrücke. Und so bummelten wir langsam aber sicher wieder zurück Richtung Hafen. Wieder beeindruckten uns vor allem die detailreich gearbeiteten Verzierungen der Sandsteinmauern an den Gebäuden.

Hausfassade

Am frühen Abend verließen wir den Hafen von Valletta, und es war uns klar, dass wir auf jeden Fall noch einmal zurück kommen werden in diese wunderschöne Stadt, die einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen hat.

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