Wochenendtrip nach Washington D.C. – Teil 3 1


Am nächsten Morgen, dem Tag unserer Abreise aus Washington, weckte uns erneut die aufgehende Sonne. Wir hatten vom Washington Tourism Office einige Gutscheine für freien Eintritt zu verschiedenen Attraktionen bekommen, und so machten wir uns dann frühzeitig auf den Weg in die City, dieses Mal mit der U-Bahn.

Dupont Circle

Straßenmusiker an der UBahn-Station Dupont Circle

Downstairs

Diese war nicht nur wirklich sehr sauber, sondern der Boden der einzelnen Waggons war zu unserem Erstaunen mit Teppichboden ausgelegt. Wie der sauber gehalten wird, ist uns allerdings bis heute ein Rätsel.

Unser Weg führte uns zunächst zu Madame Tussauds, in Washington sind nicht nur diverse Celebrities als Wachsfiguren ausgestellt, sondern auch alle bisherigen Präsidenten der USA. Da das Museum bei unserer Ankunft dort gerade erst öffnete, war es fast völlig leer, und wir konnten uns in aller Ruhe umschauen. Ganz witzig fanden wir, dass man zu den frühen Präsidenten wie George Washington oder Abraham Lincoln in passende Kostüme zu deren Zeit schlüpfen kann, um sich dann in der entsprechenden Kulisse für ein Foto dazu zu gesellen. Natürlich haben die Obamas eine große Fläche mit Oval Office, wo man sich auch von einem (mehr oder weniger) professionellen Fotografen für nach unserer Meinung doch deutlich zu viel Geld mit ihnen ablichten lassen kann. Wir verzichteten auf dieses Angebot und schossen unsere Fotos lieber selbst – vielleicht nicht ganz so perfekt ausgeleuchtet, aber dafür gratis!

Oval Office

Ein Mal POTUS spielen

Von dort aus gingen wir zum Capitol, dabei kamen wir am FBI-Gebäude vorbei. Es ist ein riesiger, wuchtiger Betonklotz, den wir, von der Rückseite aus betrachtet, zunächst für eine Mischung aus Bürogebäude und Parkhaus hielten.

FBI-Building

Das nicht sonderlich einladend wirkende FBI-Gebäude

Auch von vorn betrachtet versprüht es nicht gerade Charme, sondern scheint eher zu sagen „Geh einfach weiter, hier gibt es nichts zu sehen“. Das Capitol dagegen lag schneeweiß leuchtend im Sonnenschein, seltsamerweise waren dort kaum Menschen zu sehen.

Capitol

Das wunderschöne Capitol

Capitol and Statue

Am Capitol Hill

Leider mussten wir feststellen, dass es am Sonntag für Besucher geschlossen ist. Schade, wir hätten es uns wirklich gerne auch von innen angeschaut. Aber so genossen wir einfach den Anblick dieses wunderschönen Gebäudes, und als wir uns umwandten, hatten wir einen nicht minder schönen Blick auf das Washington Monument.

National Mall

Blick vom Capitol entlang der National Mall

Entlang der schnurgerade verlaufenden Washington Mall schlenderten wir dorthin, um dann festzustellen, dass wir erneut Pech hatten – es war wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

Washington Monument

Washington Monument

Police Line

Leider kein Durchgang zum Washington Monument

Wir trösteten uns damit, dass wir ja bereits vom Turm des Old Post Office einen Rundblick über die Stadt genießen konnten und setzten unseren Weg fröhlich fort.

Als nächstes kamen wir am World War II-Memorial an, der Gedenkstätte für die amerikanischen Opfer des 2. Weltkrieges. Viele Leute saßen dort am Rand des Teiches und genossen die Sonnenstrahlen.

WW II Memorial mit Washington Monument

World War II Memorial mit Washington Monument

Wir folgten weiter der National Mall und hätten nun eigentlich den Mirror Lake sehen müssen. Stattdessen standen wir vor einer riesigen, rechteckigen Matschfläche. Das Wasser war abgelassen worden, da auch hier saniert wurde. Anscheinend einer der Haken, wenn man „off season“ reist.

No Reflection Lake

Leider kein Reflection Lake – leider wurde hier gerade renoviert

Aber auch das konnte unsere gute Laune nicht trüben, zumal es wirklich sehr schön war, inmitten der Stadt eine schöne, ruhige Allee entlangzugehen. Man hatte wirklich nicht das Gefühl, sich in einer Großstadt aufzuhalten, was wir als sehr angenehm empfanden. Am Ende der National Mall erwartete uns das Lincoln Memorial mit der 5,80 hohen Marmor-Statue des sitzenden Abraham Lincoln.

Lincoln Memorial

Die Statue von Abraham Lincoln tront wunderschön im Memorial

Ein wunderschönes Gebäude, und die Statue ist wirklich äußerst beeindruckend. Auffällig war, dass alle Besucher dort automatisch ihre Stimme senkten, fast so, als würden sie eine Kirche besuchen.

Police Officer

Berittener Officer mit seinem sehr schmusigen Pferd

Da wir inzwischen schon fast Plattfüße hatten und die Zeit bis zum Abflug unerbittlich immer kürzer wurde, suchten wir nach der Haltestelle des Sightseeing-Busses. Dabei kamen wir erneut nett ins plaudern, dieses Mal mit einem freundlichen berittenen Park-Officer, der uns den Weg zur Haltestelle zeigte.

Wir enterten also erneut das Oberdeck des Busses und fuhren bis zum L’Enfant Plaza. Am Tag zuvor hatten wir in dessen Nähe im vorbeifahren den Fischmarkt gesehen. Da wir hungrig waren, wollten wir hier zum Abschluss eine leckere Portion fangfrischen Fisch essen, bevor es zum Flughafen ging. Diesen Fischmarkt würde ich eher als Krebs-Markt bezeichnen – an den meisten Ständen wurden lebende Krebse in allen möglichen Größen verkauft – definitiv nichts für zart besaitete Gemüter.

Fresh Crabs

Frische, lebende Krabben in allen Größen

Da man dort leider nirgends eine Möglichkeit hatte, sich hinzusetzen, gingen wir ein kleines Stück weiter und fanden ein Fischrestaurant direkt am Ufer. Darin erwartete uns das wirklich größte „all-you-can-eat“-Buffet, das wir bisher gesehen haben. Eine riesige Auswahl verschiedener Sorten Fisch, frische Krebse, verschiedene Krabben, Hummer, dazu eine unglaubliche Menge an indischen Currys, wir waren überwältigt. So genossen wir unser letztes Essen in Washington im Kreise von einheimischen Familien, denn wir waren offensichtlich die einzigen Touristen in diesem Restaurant. Ein schöner und gemütlicher Ausklang eines tollen Wochenendes in einer mehr als sehenswerten Stadt! Leider gibt es dieses schöne Restaurant inzwischen nicht mehr, da das Südufer des Potomac River im Rahmen der Stadtentwicklung komplett neu strukturiert wird und viele Gebäude abgerissen wurden.

Philips Seafood

Königskrabben schmecken hervorragend!

Später am Tag, als wir erneut mit dem Sammeltaxi vom Hotel zum Flughafen gefahren waren, erlebten wir zum ersten Mal die amerikanischen Sicherheitskontrollen mit Ganzkörper-Scanner. Es war ein komisches Gefühl, mit ausgestreckten Armen in einem Röntgengerät zu stehen, aber gestört hat es uns nicht, denn letztendlich diente diese Kontrolle nur unserer eigenen Sicherheit.

Und so nahmen wir Abschied von einer wunderschönen Metropole, die uns auf so vielfältige Art positiv überrascht hat. Sie ist entspannt, die Bebauung ist großzügig und nicht beengend, wir haben viele freundliche Menschen getroffen und originelle Dinge gesehen und erlebt. Sehr gut gefallen hat uns auch der Architektur-Mix, der sehr kontrastreich ist, aber trotz aller Gegensätze insgesamt sehr harmonisch wirkt. Hat es sich gelohnt, für ein Wochenende dorthin zu fliegen? Definitiv ja! Trotzdem werden wir uns bei unserem nächsten Besuch deutlich mehr Zeit nehmen, denn es gibt noch viel für uns zu entdecken in der Capital City Washington D.C.!

Realisiert wurde diese Reise durch den Anbieter Canusa, und wir waren wirklich rundum zufrieden, alles lief reibungslos, die Kommunikation und der Service waren genau so, wie es sein soll – nett, flott und kompetent. Wer sich hier näher informieren will, findet hier entsprechende gute Angebote!

Hier findet Ihr alle Bilder der Reise als Gallerie

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